Samstag, 2. März 2013

Warum hat der Februar nur 28 Tage?

Diese Frage stelle ich mir jedes Jahr. Nun hab ich das endlich mal nachgeschaut!!! So lernt man auch als Erwachsener noch tolle Dinge!

Hier der Artikel von Hanse Merkur:

Alle Monate haben 30 oder 31 Tage. Nur der Februar tanzt mit seinen 28 Tagen aus der Reihe. Warum ist das eigentlich so?

Ein Jahr hatte nur zehn Monate
Im alten Rom hatte das Jahr bis zur Kalenderreform im Jahre 800 v. Chr. nur zehn Monate, die insgesamt 304 Tage ergaben. Ein Monat hatte entweder 30 oder 31 Tage. Der zehnte Monat war der Dezember. Wer in Latein oder in romanischen Sprachen bewandert ist, erkennt darin auch die Zahl Zehn, genauso wie im November die Neun, im Oktober die Acht und im September die Sieben steckt. Damals hieß der August auch noch Sextilis, was von Sechs kommt. Das Jahr begann mit dem ersten Neumond im Frühjahr, im März. Januar und Februar wurden einfach nicht mitgezählt. Erst später wurden diese beiden Monate mit in den Kalender aufgenommen, um die Lücke zu schließen.

Zwei weitere Monate unter Julius Cäsar
Die Zahl der Tage reichte für ein richtiges Sonnenjahr jedoch nicht aus. Erst unter Julius Cäsar, 45 v. Chr., bekam das Jahr seine 365 Tage, die auf 12 Monate aufgeteilt wurden. Während alle Monate 30 oder 31 Tage lang waren, waren für den Februar als letzten Monat nur 29 Tage übrig, im Schaltjahr hatte er allerdings 30 Tage. Dass der nun siebte Monat Juli heißt, verdanken wir übrigens auch Julius Cäsar, der sich damit verewigen wollte. Nach seiner Ermordung regierte Kaiser Augustus das römische Reich. Auch er wollte seinen Namen im Kalender verewigen und wählte dafür den schönen Sonnenmonat Sextilis. Auf den Juli mit 31 Tagen folgend, hatte dieser Monat, der nun August heißen sollte, nur 30 Tage. Das war dem Kaiser für einen Monat, der nach ihm benannt wird, zu wenig. Also fügte er einen Tag hinzu, den er dem Februar dafür abzog. Damit hatte der Februar nur noch 28 Tage im Gemeinjahr und 29 Tage im Schaltjahr. Heute nutzen wir den Gregorianischen Kalender, der 1582 durch eine Änderung des Julianischen entstanden ist. Zu verdanken ist er Papst Gregor XIII. Grund für diese Ablösung waren Probleme mit der christlichen Ostserrechnung.

Schalttag unter Ptolemäus III
Weil das Sonnenjahr nicht genau 365 Tage dauert, sondern fünf Stunden und 49 Minuten länger, kommen alle vier Jahre 366 Tage zusammen. Viele Jahrhunderte lang überlegten Astronomen, wie sie Tageszählung und Jahreslänge miteinander in Einklang bringen konnten. Erst Ptolemäus III. brachte mit der Einführung eines Schalttages eine gute Annährung auf den Weg. Darum hat der Februar alle vier Jahre 29 Tage.

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